Innovative Wege zur Förderung der Vielfalt
PIWI-Sorten: Die Zukunft der Genetik
Ein zentraler Hebel für mehr Ökologie ist der Anstieg von pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI). Im Kanton Zürich sind bereits 42 rote und 26 weisse PIWI-Sorten erfasst. Sorten wie Souvignier Gris oder Divico ermöglichen eine drastische Reduktion des Fungizideinsatzes und schützen so die Flora und Fauna im Weinberg direkt.
Das Ressourcenprojekt ZiBiF
Zürich nimmt eine Vorreiterrolle ein: Mit dem Projekt «Zielorientierte Biodiversitätsförderung» (ZiBiF) (2020–2027) wird die ökologische Qualität honoriert, nicht das Befolgen starrer Regeln. Winzer erhalten Beiträge basierend auf der tatsächlich erreichten floristischen Vielfalt auf ihren Flächen. Das stärkt die Eigenverantwortung und fördert kreative, am Standort angepasste Lösungen.
Botanische Kostbarkeiten: Frühlingsgeophyten
In den Zürcher Rebbergen finden sich seltene Zwiebelpflanzen wie der Acker-Gelbstern (Gagea villosa) oder der Weinberg-Lauch. Diese «Frühlingsgeophyten» benötigen offene Bodenstellen. Zürcher Winzer fördern diese Arten gezielt durch angepasste Bodenbearbeitung, die den Pflanzen die nötige Ruhezeit während ihrer Vegetationsphase lässt.